01 · Die Untersuchung
Was wurde geprüft?
Kalk kann sich in Leitungs- und Heizsystemen ablagern. Die Machbarkeitsstudie sollte zeigen, ob sich der Einfluss physikalischer Kalkschutzgeräte unter kontrollierten Bedingungen reproduzierbar untersuchen lässt. Dafür baute die FHNW eine Testanlage auf und prüfte die Aquazino-Modelle T100-C und A10-C der Hydro Service Schweiz AG.
So lief der Versuch ab
Der Bericht beschreibt einen geschlossenen Kreislauf mit sehr hartem Wasser. Im Heisswasserkreislauf betrug die Temperatur 80 °C, im kalkhaltigen Kaltwasserkreislauf 23,5 °C (Gegenstrom). Jedes Experiment wurde zweimal unter denselben Bedingungen durchgeführt.
- Wasserhärte46 °fH
- Dauerbetrieb18 Stunden
- Flussgeschwindigkeit0,3 m/s
- Temperaturen80 °C / 23,5 °C
- Wiederholungen2 je Experiment
02 · Die Ergebnisse laut Kurzbericht
Drei Beobachtungen – drei verschiedene Aussagen
Die Zahlen beziehen sich auf unterschiedliche Messgrössen. Sie sollten deshalb nicht miteinander verwechselt werden.
Der Bericht nennt diese Verringerung der Ablagerungen nach 18 Stunden Versuchsdauer unter den beschriebenen Laborbedingungen.
Im Bericht angegebene Verringerung des Fouling-Faktors. Dieser Kennwert beschreibt den zusätzlichen Wärmewiderstand durch Ablagerungen.
Im Bericht angegebene Verringerung desselben Kennwerts für das Modell A10-C.
Beobachtung im Rasterelektronenmikroskop
Auch die Kristallformen sahen unterschiedlich aus
Der Bericht beschreibt unbehandelte Kristalle als kantiger und dichter gepackt. Bei Proben mit T100-C-Behandlung erschienen die Strukturen rundlicher bis mandelförmig. Das ist eine Beobachtung an den untersuchten Proben; was diese Veränderung für Ablagerungen in anderen Anlagen bedeutet, muss gesondert geprüft werden.

03 · Bildanhang
Der optische Vergleich der Kupferrohre
Die Rohre wurden nach den Durchgängen mit 0,3 m/s und 18 Stunden Laufzeit fotografiert.
Im Kurzbericht werden auf dem Rohr ohne Behandlung deutliche Ablagerungen beschrieben; auf dem Rohr mit T100-C seien kaum sichtbare Rückstände zu erkennen. Die Bilder zeigen den berichteten Versuchsvergleich.
Kristalle unter dem Elektronenmikroskop
Die folgenden Aufnahmen stellen unbehandelte Ablagerungen einer Probe mit T100-C-Behandlung gegenüber.
Der Kurzbericht beschreibt bei der unbehandelten Probe dicht gepackte, unregelmässige Kristallstrukturen und bei der T100-C-Probe rundlichere, gleichmässig verteilte Strukturen. Die Bilder veranschaulichen diese Beobachtung.
04 · Einordnung
Was lässt sich daraus ableiten – und was nicht?
Die Versuche fanden unter gezielt kalkfördernden Laborbedingungen statt. Der Bericht weist selbst darauf hin, dass sich die Ergebnisse nicht direkt im Verhältnis 1:1 auf reale Installationen übertragen lassen. Die Untersuchung beschreibt Ergebnisse für die geprüften Modelle und den konkreten Versuchsaufbau. Sie ist keine Messung von Einsparungen oder der Wirkung in einem bestimmten Haushalt.
Der Bericht ordnet die Resultate als Hinweis auf einen untersuchbaren Funktionsmechanismus ein. Für eine konkrete Anlage müssen die Bedingungen vor Ort und das passende Aquazino-Modell berücksichtigt werden. Weitere Studien zu Faktoren wie Strömung, Wasserzusammensetzung und Leitungsmaterial werden im Bericht als nächste Schritte genannt.
Berichtsangaben
Grundlage dieser Seite
„Kalkschutz mit Aquazino: Wissenschaftlicher Funktionsnachweis“ – Kurzbericht aus der Machbarkeitsstudie „Electric Antifouling Anlage für Kühlmittelkreisläufe von Erdwärmepumpen“.
Die Ergebnisse und Bildbeschreibungen auf dieser Seite geben den Kurzbericht wieder. Die Informationen sind hier auf der Webseite aufbereitet.





